Müller Kirchroth: Umzug bei laufender Produktion

26. Februar 2026

Über den Winter wurden im Müller-Projekt immer mehr Projektbereiche finalisiert: Die Firma Müller konnte in Teilen bereits mit dem Firmenumzug beginnen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen daher nicht nur aktuelle Eindrücke des Standorts, sondern erläutern, welche Herausforderungen Industrieunternehmen bei einem Firmenumzug an einen neuen Produktionsstandort meistern müssen und wie man sie erfolgreich bewältigt.

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Winterrückblick 2025 Standort Erich Müller GmbH & Co. KG, Bild des Bürogebäudes, KOCH Gruppe

Finalisierung der Optik des Bürogebäudes und Innenausbau

Die Arbeiten an der Gebäudehülle des Bürogebäudes sind nahezu abgeschlossen: Die Fassade erstrahlt in heller Kalkfarbe und bildet einen markanten Kontrast zu den grau-braunen Fassadenpaneelen der Produktions- und Lagergebäude.

Warum Kalkfarbe? Sie ist nicht nur langlebig, sondern auch umweltfreundlich: frei von synthetischen Zusatzstoffen, atmungsaktiv und dank ihres hohen pH-Werts ein natürlicher Schutz vor Schimmel und Algen.

Auch das Flachdach ist fertiggestellt und bietet zwei besondere Highlights:

  • Extensive Dachbegrünung schützt vor Witterung und schafft Lebensraum für Insekten
  • Oberlicht im Treppenhaus sorgt für natürliche Beleuchtung und spart Energie

Im Eingangsbereich entsteht zudem eine Ausstellungsfläche für das Produktsortiment des Familienunternehmens Müller. Durch das großflächige Fenster werden die Produkte später perfekt in Szene gesetzt.

Im Inneren läuft die Feininstallation auf Hochtouren: Elektrik, Heizung, Sanitär, Trockenbau und Fliesenarbeiten. Jeder Bauherr weiß: Jetzt geht’s ans Finish und bald ist alles für den Einzug vorbereitet.

Verkehrsanlagen und Freiflächen

Der Außenbereich des neuen Standorts nimmt immer mehr Gestalt an:

  • Die finale Asphalt-Deckschicht wurde im Laufe des Winters aufgetragen.
  • Pflasterarbeiten auf Zuwegen und Parkplätzen sind zügig vorangeschritten.

Im Zufahrtsbereich entsteht die notwendige Infrastruktur für Schranken und Gegensprechanlage, inklusive Fundamenten und Kabelverlegung.

Ein weiteres Highlight: Neben den Verladerampen wurde eine Industriewaage installiert. Damit können Papieranlieferungen vor der Einlagerung schnell und präzise geprüft werden.

Als Nächstes folgt die Einfriedung des Geländes mit Zaunanlage, Türen und Toren. Den Abschluss bildet die Gestaltung der Grünflächen, die dem Standort ein repräsentatives Erscheinungsbild verleihen.

Status Lager- und Produktionshalle

Mit der Installation der Rampentore ist das Lager nun vollständig für die Ein- und Auslagerung von Waren vorbereitet. Auch das moderne Verschieberegalsystem ist finalisiert und betriebsbereit.

Die großen Industrietore neben den Rampen erfüllen gleich zwei Funktionen:

  • Sie ermöglichen die Durchfahrt für innerbetriebliche Transportfahrzeuge
  • und schaffen Platz für die Verladung von besonders großen Produkten, die bei Müller bis zu 6 Meter Länge erreichen können.

 

In der Produktionshalle schreitet die Installation voran: Große Trocknungsanlagen und erste Maschinen sind bereits eingebaut. 

Ein Standort-Neubau wie in Kirchroth ist eine besondere Herausforderung, vor allem, wenn die Produktion am alten Standort parallel weiterläuft.

Damit Sie einen Überblick erhalten, haben wir eine Übersicht zu den typischen Herausforderungen bei Firmenumzügen an einen neuen Produktionsstandort vorbereitet:

Typische Herausforderungen eines Firmenumzugs bei laufender Produktion: Tipps & Hinweise

Oberstes Gebot für Unternehmen, die einen neuen Produktionsstandort aufbauen, ist die kontinuierliche Versorgung ihrer Kunden mit Produkten

Aus diesem Grund entscheiden sich übrigens viele Industrieunternehmen, wie auch die Erich Müller GmbH & Co. KG, gegen eine Bestandsoptimierung: 

Wenn keine oder kaum Ausweichmöglichkeiten für Maschinen, Transporte, Lagerung und Personal bestehen, stößt die Produktion bei Bauprojekten im Bestand zwangsläufig an ihre Grenzen. Ein Brownfield-Projekt unter diesen Umständen gleicht dann einer OP am offenen Herzen.

Während der Planung von neuen Produktionsstandorten werden wir daher oft gefragt: 

Worauf kommt es eigentlich an, damit ein Umzug von der alten in die neue Produktionsumgebung möglichst schonend gelingen kann?

Symbolbild Firmenumzug, Männer tragen Kisten in einem Lager

1. Minimierung von Stillstandszeiten bei Umzügen in der Industrie

Industrieunternehmen sind selbst oft Lieferanten anderer Industrieunternehmen. Ein Produktionsausfall eines dieser Unternehmen würde schnell sensible Lieferketten ins Wanken bringen. Die Folgen eines Produktionsausfalls? Unzufriedenheit, Kundenabwanderung und langfristige Umsatzeinbußen durch verlorene Stammkunden.

Um dies zu vermeiden, muss bei der Verlagerung von Produktionsstandorten auf eine genaue Taktung und eine präzise Planung von Zeitfenstern in der Produktion geachtet werden. Oftmals ist es zudem nötig übergangsweise in den Parallelbetrieb zu starten: 

Kundenaufträge werden dann teils am neuen und teils am alten Standort abgewickelt. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass dies ggf. zusätzliche personelle Ressourcen bindet, was in der Planungsphase des Umzugsmanagements berücksichtig werden muss.

2. Umzug des Produktionsbetriebs angepasst an den Baufortschritt

Klingt banal, wird aber doch oftmals unterschätzt: Erst wenn die Infrastruktur am neuen Standort ausreichend vorbereitet ist, können Maschinen und Equipment einziehen.
Entsprechend muss ein wenig Flexibilität in der Umzugsplanung bestehen, um auf etwaige Bauverzögerungen reagieren zu können. Folgende Faktoren sind erfolgskritisch für den Einzug von Maschinen und Anlagen am neuen Standort:

  • Medienversorgung (Strom, Druckluft, Wasser, IT, HLS)
  • spezielle Fundamente und eine exakte Ausrichtung der Maschinen (z. B. in der Präzisionsfertigung)
  • Sozialräume, sanitäre Einrichtungen für das Personal
  • ausreichend Zugang während des Umzugs (asphaltierte Zufahrtswege, Hebevorrichtungen, Rampen)

    ➜ Erst mit diesen Grundvoraussetzungen wird eine reibungslose Inbetriebnahme möglich.

3. Vorbereitung und Qualifikation des Personals für den Produktionsumzug

Gleich auf mehreren Ebenen muss das Stammpersonal auf den Umzug vorbereitet werden:

  • Psychologische Ebene
    Der Mensch an sich ist ein Gewohnheitstier: Veränderungen gilt es daher behutsam einzuleiten, damit sich Mitarbeitende in ihrem Tempo auf neue Situationen einstellen können.
  • Quantitative Ebene
    Wie zuvor bereits erwähnt, kann es durch eine Parallelproduktion am neuen und alten Standort kurzzeitig nötig sein, das Personal aufzustocken oder ggf. mit professionellen Dienstleistern zu unterstützen. 
  • Qualifikatorische Ebene
    Neue Umgebung – neue Abläufe – neue Maschinen und Systeme. 

Damit auch am neuen Standort alles rund läuft, ist es ratsam, eine gewisse Übergangsphase einzukalkulieren: Die Mitarbeitenden sollen sich auch in der neuen Arbeitsumgebung routiniert bewegen können, und dazu braucht es einerseits Zeit und andererseits gezielte Schulungsmaßnahmen. 

In der Regel sind neue Produktionsstandorte an Wachstumsbemühungen gekoppelt, daher müssen zusätzliche Arbeitskräfte und ihre Einarbeitung eingeplant werden. Das gilt gleichsam für Personal, das den Umzug nicht mitantritt und sich umorientiert: Auch für sie muss zeitnah Ersatz gefunden und qualifiziert werden.

4. IT und Datenintegration bei Doppelbetrieb der Produktion

Netzwerk und Steuerungssysteme dürfen bei der Anlaufphase nicht vernachlässigt werden: Unsere Empfehlung lautet, auch IT-seitig alles auf einen etwaigen Doppelbetrieb der Produktion vorzubereiten, damit wichtige Produktions-, Lager- und Lieferdaten nicht verloren gehen. 

Hier erfahren Sie mehr über unseren Leistungsschwerpunkt IT-Planung:

IT Planung

5. Behördliche Auflagen bei Industrieumzügen

Nicht zuletzt müssen einige Vorschriften beachtet werden, damit ein Umzug an den neuen Produktionsstandort erfolgen kann: 

  1. Je nach Größe der Maschinen kann es beispielsweise nötig sein, Spezialtransporte einzuplanen, die genehmigungspflichtig sind. 
  2. Möglicherweise werden Gefährdungsbeurteilungen für den Installationsprozess (GBU) notwendig.
  3. Oder es gilt eine Prüf- und Dokumentationspflicht bei der Inbetriebnahme.
  4. Spätestens ab Betriebsstart sind zudem die Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen.

Sie haben Fragen rund um das Umzugsmanagement?

Video zum Winterrückblick des Standortprojekts Müller in Kirchroth

Portrait von Kerstin Gruber, Ansprechpartnerin für Presse und Marketing bei der Koch Gruppe GmbGH

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