Lager optimieren: Tipps aus 40+ Jahren Projekterfahrung

27. Juli 2026

In diesem Artikel teilen wir Erkenntnisse aus über 40 Jahren Erfahrung in der Logistikplanung und zeigen, welche Methoden sich bei der Lageroptimierung in realen Projekten immer wieder bewährt haben.

Übersicht über 24 Maßnahmen und Tipps um das Lager zu optimieren die im Artikel beschrieben werden, KOCH Gruppe

Hinweis: Benötigen Sie Unterstützung bei der Planung Ihres Lagers, um Ihr Lager verbessern zu können? Unter der Seite Lagerplanung erfahren Sie mehr über unsere Leistungen und unseren Ansatz.

Was versteht man unter Lager optimieren?

Unter Lager optimieren (oder Lageroptimierung) versteht man das systematische Verbessern aller Lagerprozesse, Bestände und räumlichen Strukturen eines Lagers. Das Ziel ist es, den vorhandenen Platz durch effiziente Lagerhaltung besser zu nutzen, Lagerkosten zu minimieren, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und gleichzeitig die Lieferfähigkeit stets aufrechtzuerhalten, um die Lagerhaltung optimieren zu können.

Der Prozess, der die ganzheitliche Lageroptimierung der Bestände, Abläufe und Organisation umfasst, lässt sich in drei zentrale Bereiche unterteilen:

  • Lagerplatz und Raumnutzung
  • Bestände und Artikel
  • Prozesse und Technik

24 Lageroptimierung-Tipps

Im Folgenden haben wir Ihnen reale Beispiele und Herausforderungen des Lageralltags inklusive passender Lösungsansätze zusammengestellt. 

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass jede Problemstellung im Lager immer individuell und mit Blick auf den Gesamtprozess betrachtet werden sollte. 

Wenn Sie eine Einschätzung Ihrer speziellen Lagersituation wünschen, nehmen Sie gerne mit unseren Lagerexperten Kontakt auf.

1. Lagerbereiche sauber zonieren

Das Problem in der Praxis:

In vielen Lagern wachsen Strukturen über Jahre hinweg. Wareneingang, Zwischenlagerung, Kommissionierung oder Versand befinden sich plötzlich im selben Bereich im Lagerbetrieb. Materialien werden mehrfach bewegt, Mitarbeitende kreuzen Wege und Abläufe werden unnötig kompliziert.

Warum das wichtig ist:

Unklare Lagerzonen führen häufig zu: 

  • längeren Suchzeiten
  • mehr internen Transporten 
  • unnötigen Prozessschritten

Das kostet Zeit und schafft Fehlerpotenzial.

Empfehlung:

Wie kann ein übersichtliches Lager erreicht werden? Teilen Sie das Lager in klar definierte Bereiche auf, zum Beispiel Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Bereitstellung und Versand. 

Die Bereiche sollten räumlich und optisch eindeutig erkennbar sein, um die Lagerstruktur zu stärken.

Bodenmarkierungen, Beschilderungen und feste Prozessregeln helfen zusätzlich, wenn Sie Ihr Lager organisieren.

2. Feste Lagerplätze definieren und konsequent nutzen

Das Problem in der Praxis:

Ware wird beim Eintreffen oft einfach dort abgestellt, wo gerade zufällig eine Lücke frei ist. Staplerfahrer suchen in der Folge ewig nach bestimmten Paletten und bei der Inventur tauchen plötzlich Lagerbestände auf, die längst als fehlend verbucht waren.

Warum das wichtig ist:

Ein unstrukturiertes Platzmanagement führt häufig zu:

  • massiven Einbrüchen bei der Pickleistung
  • einer deutlich erhöhten Fehlgreiferquote
  • unsauberer FiFo-Abwicklung (First in, First out)

Das bindet unnötig Personalressourcen und verfälscht die tatsächlichen Bestände.

Empfehlung:

Etablieren Sie ein eindeutiges Koordinatensystem für alle Lagerplätze und verknüpfen Sie dieses mit einer verbindlichen Scan-Pflicht bei jeder Materialbewegung, um den Lagerplatz optimieren zu können.

Nutzen Sie Ihr IT-System, um jeden Lagerort logisch nach Umschlagshäufigkeit (ABC-Analyse) zuzuweisen.

So stellen Sie sicher, dass Schnelldreher immer auf den wegetechnisch besten Plätzen liegen und Suchzeiten systematisch entfallen.

3. Lagerplätze eindeutig beschriften

Das Problem in der Praxis

In vielen Lagern fehlen Etiketten, sind durch Abnutzung unleserlich geworden oder verwirrend formatiert. Mitarbeitende müssen raten, verwechseln ähnlich benannte Gänge oder müssen extra vom Stapler absteigen, um winzige Barcodes oder handgeschriebene Zettel zu entziffern.

Warum das wichtig ist:

Eine unklare oder fehlerhafte Kennzeichnung führt häufig zu:

  • erhöhten Fehlbuchungen und falsch abgelegten Artikeln
  • massiven Zeitverlusten bei der Einlagerung und Kommissionierung
  • langen Einarbeitungszeiten für neues oder temporäres Personal

Das unterbricht den kontinuierlichen Materialfluss und erhöht die Fehlerkosten im Alltag spürbar.

Empfehlung:

Führen Sie eine durchgängige, logische und leicht verständliche Nomenklatur ein (zum Beispiel nach dem Muster Halle-Gang-Regal-Ebene).

Verwenden Sie kontrastreiche, ausreichend große Etiketten und Barcodes, die auch aus der Distanz oder vom Flurförderzeug aus fehlerfrei gescannt werden können.

Ergänzen Sie die Systematik nach Möglichkeit durch Farbcodes oder Richtungspfeile an den Regalen, um die visuelle Orientierung auf der Fläche zusätzlich zu beschleunigen.

4. Artikel nach Zugriffshäufigkeit platzieren

Das Problem in der Praxis:

Häufig werden Artikel rein historisch, nach Lieferant oder nach Produktgruppe eingelagert, obwohl das Lager sortieren wesentlich effizientere Abläufe ermöglichen würde. Die Folge: Mitarbeitende müssen für absolute Bestseller und Dauerbrenner bis in den hintersten Winkel der Halle laufen, während sich sogenannte Ladenhüter auf den besten und am leichtesten zugänglichen Plätzen stapeln.

Warum das wichtig ist:

Eine fehlende Ausrichtung der Bestände nach Umschlagshäufigkeit führt häufig zu:

  • extrem langen und ineffizienten Pickwegen
  • einer deutlich geringeren Produktivität in der Kommissionierung
  • Staus und Engpässen in ungünstig geplanten Regalgängen

Das kostet bei jedem einzelnen Auftrag wertvolle Arbeitszeit und treibt die dominierenden Personalkosten unnötig in die Höhe.

Empfehlung:

Analysieren Sie Ihr Sortiment regelmäßig auf Basis belastbarer Daten nach Zugriffshäufigkeit (ABC-Analyse) und passen Sie Ihre Lagerplatzstrategie (Slotting) konsequent daran an.

Platzieren Sie A-Artikel (Schnelldreher) gebündelt, auf ergonomischer Greifhöhe und mit möglichst kurzen Wegen in Richtung Packplatz oder Warenausgang.

Überprüfen und bereinigen Sie diese Zuordnung in festen Zyklen, da sich das Nachfrageverhalten, Produktlebenszyklen und saisonale Schwerpunkte kontinuierlich verändern.

5. Material möglichst nah am Verbrauchspunkt lagern

Das Problem in der Praxis:

Rohstoffe, Verpackungsmaterialien oder Bauteile lagern oft in einem zentralen Hauptlager, weit entfernt von der eigentlichen Produktion oder den Packplätzen. Benötigen Mitarbeitende Nachschub, müssen sie weite Wege zurücklegen, Sonderfahrten anfordern oder lange auf den internen Transport warten.

Warum das wichtig ist:

Eine räumliche Trennung von Material und Verbrauchsort führt häufig zu:

  • hohem Aufwand für nicht-wertschöpfende Tätigkeiten wie reine Wegezeiten
  • teuren Unterbrechungen an Montage- oder Packplätzen durch fehlenden Nachschub
  • einem unnötig hohen Verkehrsaufkommen durch ständige Einzeltransporte auf der Fläche

Das stört den kontinuierlichen Arbeitsfluss und senkt die Gesamtproduktivität erheblich.

Empfehlung:

Lagern Sie häufig benötigte Materialien in dezentralen Supermärkten oder in Bereitstellzonen direkt an den Arbeitsstationen (Point of Use).

Nutzen Sie schlanke Steuerungsmethoden wie Kanban-Regale oder getaktete Routenzüge, um einen kontinuierlichen und bedarfsgerechten Nachschub zu gewährleisten, ohne die Mitarbeitenden aus ihrem Rhythmus zu reißen.

Überprüfen Sie Ihr Layout gezielt daraufhin, ob sich das Material näher an den Ort der Wertschöpfung rücken lässt, um innerbetriebliche Transportwege konsequent zu minimieren.

6. Laufwege und Kreuzungen reduzieren

Das Problem in der Praxis:

In vielen gewachsenen Lagern ist die Wegeführung unübersichtlich und nicht auf den realen Materialfluss abgestimmt, um den Warenfluss optimieren zu können. Gabelstapler, Routenzüge und Fußgänger nutzen dieselben engen Gänge, Routen führen im Zickzack durch die Halle und Verkehrsströme überschneiden sich ständig an neuralgischen Punkten.

Warum das wichtig ist:

Ein unstrukturiertes Layout mit vielen Kreuzungspunkten führt häufig zu:

  • einem stark erhöhten Unfall- und Sicherheitsrisiko für das Personal
  • permanenten Rückstaus und Wartezeiten an Engstellen
  • langen, nicht-wertschöpfenden Transportzeiten

Das bremst den Materialfluss im Alltag massiv aus, weshalb Sie hier die Lagerlogistik optimieren sollten, um die innerbetrieblichen Transportkosten nicht stetig in die Höhe zu treiben. 

Empfehlung:

Entflechten Sie den innerbetrieblichen Verkehr durch ein durchdachtes Layout und die klare, räumliche Trennung von Fußgänger- und Flurförderzeugwegen.

Führen Sie wo möglich einbahnstraßenähnliche Routen oder Ringverkehre ein, um Wendemanöver und Gegenverkehr in den Gängen komplett zu vermeiden.

Nutzen Sie farbige Bodenmarkierungen, Schilder und physische Barrieren, um die Verkehrsströme sicher, flüssig und ohne ständige Stopps durch die Logistikbereiche zu leiten.

7. Lagerflächen und Raumhöhe besser nutzen

Das Problem in der Praxis:

In vielen Lagern wird primär in der Fläche gearbeitet, während die obere Hallenhälfte völlig ungenutzt bleibt. In den Regalen verschenken starr eingestellte Fachhöhen wertvollen Platz, weil die eingelagerten Paletten viel niedriger sind als das Fach selbst ("Luftlagerung"). Bei steigendem Volumen wirkt die Halle dadurch schnell voll, obwohl eigentlich noch massiv Kapazität vorhanden wäre.

Warum das wichtig ist:

Eine ineffiziente Nutzung der Raumkubatur verhindert, dass Sie die Lagerhaltung verbessern und führt häufig zu:

  • künstlichen Flächenengpässen und blockierten Verkehrswegen auf dem Boden
  • teuren Notlösungen wie der kurzfristigen Anmietung von externen Außenlagern
  • einer unnötigen Ausdehnung der Lagerfläche, was die Lauf- und Fahrwege massiv verlängert

Das bindet vorhandene Potenziale und provoziert verfrühte, teure Investitionen in Gebäudeerweiterungen.

Empfehlung:

Prüfen Sie die systematische Nutzung der Raumhöhe durch den Einsatz von Lagerbühnen, Mehrgeschossanlagen oder höheren Regalsystemen, sofern die Gebäudestatik dies zulässt.

Passen Sie die Fachhöhen in den bestehenden Regalen exakt an die tatsächlichen Paletten- und Behälterabmessungen an, um ungenutzte Leerräume (Höhenschwund) konsequent zu eliminieren.

Erwägen Sie zudem den Wechsel auf Schmalgangsysteme, um nicht nur in die Höhe zu bauen, sondern gleichzeitig wertvolle Quadratmeter bei der Gangbreite einzusparen.

8. Fachgrößen an Material anpassen

Das Problem in der Praxis:

In vielen Lagern werden standardisierte, oft viel zu große Behälter oder Regalfächer für Artikel jeglicher Größe verwendet. Die Folge: Winzige Bauteile oder geringe Stückzahlen belegen denselben Platz wie großvolumige Komponenten. In den Regalen wird buchstäblich mehr Luft als eigentliches Material gelagert.

Warum das wichtig ist:

Eine starre, nicht bedarfsgerechte Dimensionierung der Lagerfächer führt häufig zu:

  • einer massiven Verschwendung von wertvoller Lagerkapazität
  • künstlich verlängerten Pickwegen, da sich das Sortiment über eine viel zu große Fläche streckt
  • einer schlechten Übersichtlichkeit und Ergonomie am Kommissionierplatz

Das treibt den Flächenbedarf unnötig in die Höhe und senkt die Pickdichte (Anzahl der Picks pro Laufmeter) drastisch.

Empfehlung:

Passen Sie die Behälter- und Fachgrößen gezielt an die physischen Abmessungen und die durchschnittliche Bestandsmenge der jeweiligen Artikel an.

Nutzen Sie Fachteiler, modulare Sichtlagerkästen oder variable Regalböden, um bestehende Stellplätze flexibel zu unterteilen und den vorhandenen Raum optimal auszunutzen.

Überprüfen Sie diese Zuordnung regelmäßig, um bei Sortimentswechseln oder veränderten Losgrößen sofort nachsteuern zu können und die Lagerdichte dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten.

9. Standardware, Sondermaterial und Restbestände trennen

Das Problem in der Praxis:

In der Halle wird oft alles kreuz und quer gelagert: Sperrige Sonderanfertigungen, reguläre Serienware und übrig gebliebene Projektmengen blockieren sich gegenseitig. Mitarbeitende rangieren mühsam um überstehende Sonderpaletten im Standardgang herum, während die besten und schnellsten Greifplätze durch herumliegende Restmengen blockiert werden, die eigentlich niemand mehr braucht.

Warum das wichtig ist:

Eine fehlende Trennung dieser unterschiedlichen Materialkategorien führt häufig zu:

  • massiven Störungen und Verzögerungen in den hochfrequentierten Standardprozessen
  • Beschädigungen an sensiblen oder sperrigen Sonderbauteilen durch ständiges Umlagern
  • völliger Intransparenz, wodurch Restbestände „vergessen“ werden und später teuer verschrottet werden müssen

Das verstopft die logistischen Hauptschlagadern und bindet unnötig Fläche sowie Kapital.

Empfehlung:

Richten Sie physisch getrennte Zonen für die unterschiedlichen Artikelkategorien ein. Schaffen Sie einen hochstandardisierten, schnellen Bereich ausschließlich für reguläre Serienware und einen separaten Block- oder Flächenlagerbereich für Sondermaterial, das nicht ins Regal passt.

Führen Sie zudem einen klar abgegrenzten Sperr- und Restbestandsbereich ein. Dieser sollte regelmäßig durch die Lagerverwaltung und das Bestandsmanagement kontrolliert und aktiv bereinigt werden (beispielsweise durch Verwertung, Rückgabe oder Verschrottung), um die wertvollen Hauptflächen dauerhaft freizuhalten.

10. Restmaterial nicht unkontrolliert wachsen lassen

Das Problem in der Praxis:

Nach Abschluss von Aufträgen, Projekten oder Produktionsläufen bleiben oft Anbruchmengen, halbleere Kartons oder spezifische Bauteile übrig. Statt diese direkt zu verarbeiten oder konsequent auszubuchen, werden sie häufig „für alle Fälle“ auf die obersten Regalebenen oder in dunkle Ecken geschoben und geraten dort in Vergessenheit.

Warum das wichtig ist:

Ein schleichend wachsender Berg an ungenutzten Restbeständen führt häufig zu:

  • einer dauerhaften Blockade wertvoller Lagerplätze, die für aktuelle Ware fehlen
  • völlig unnötiger Kapitalbindung durch totes Material, das in der Realität nie wieder gebraucht wird
  • einem massiven Mehraufwand bei der jährlichen Inventur, da diese Bestände immer wieder mühsam mitgezählt werden müssen

Das verknappt den physischen Raum im Lager künstlich und verfälscht die Übersicht über das tatsächlich nutzbare Sortiment erheblich.

Empfehlung:

Definieren Sie einen klaren, verbindlichen Prozess für den Umgang mit Rest- und Anbruchmengen direkt nach Auftragsende. Etablieren Sie feste Routinen, um diese Bestände regelmäßig zu bewerten: Was kann zurück zum Lieferanten, was lässt sich zeitnah anderweitig verwerten und was muss konsequent entsorgt werden, als Teil der Lagerbestände-senken-Maßnahmen? 

Nutzen Sie Ihr ERP- oder Lagerverwaltungssysteme, um Artikel ohne Bestandsbewegung über einen festgelegten Zeitraum (beispielsweise sechs oder zwölf Monate) automatisch auf eine Bereinigungsliste zu setzen. So verhindern Sie systematisch, dass aus übrig gebliebenen Resten ein dauerhaftes und teures Platzproblem wird.

11. Wareneingang optimieren und den Wareneingang sauber strukturieren

Das Problem in der Praxis:

Paletten stapeln sich an den Toren, Lkws treffen unkoordiniert ein und der Platz im Wareneingang wird knapp. Die Vorzone ist dann permanent zugestellt, sodass Mitarbeitende weder Platz für eine saubere Qualitätskontrolle haben noch dringend benötigte Ware zügig verräumen können. Das eintreffende Material staut sich oft so weit zurück, dass interne Fahrwege komplett blockiert werden.

Warum das wichtig ist:

Ein unstrukturierter und überlasteter Wareneingang führt häufig zu:

  • massiven Verzögerungen bei der Systembuchung, wodurch dringend benötigte Bestände für Produktion oder Verkauf fehlen
  • langen Suchzeiten nach eiligem Material im Paletten-Chaos
  • teuren Standzeiten für Speditionen und unproduktiven Wartezeiten an den Laderampen

Das macht den Wareneingang zu einem Nadelöhr, das die Leistungsfähigkeit der gesamten nachgelagerten Kette ausbremst.

Empfehlung:

Glätten Sie Lastspitzen durch ein verbindliches Zeitfenstermanagement für Anlieferungen.

Unterteilen Sie die Vorzone optisch und physisch in klare Bereiche für Abladung, Qualitätskontrolle und Einlagerung.

Erfassen Sie Wareneingänge zudem mit mobilen Scannern direkt an der Rampe, um Bestände ohne Zettelwirtschaft sofort im System verfügbar zu machen.

12. Materialannahme und Verantwortlichkeiten klar definieren

Das Problem in der Praxis:

Ware wird von manchen Fahrern einfach abgestellt, ohne dass jemand korrekt Mengen oder sichtbare Schäden kontrolliert. Lieferscheine gehen verloren, weil sich in der Hektik niemand eindeutig zuständig fühlt.

Warum das wichtig ist:

Unklare Zuständigkeiten bei der Warenannahme führen häufig zu:

  • unbemerkten Transportschäden, die später nicht mehr reklamiert werden können
  • sofortigen Fehlbuchungen durch unvollständige Lieferungen
  • hohem Suchaufwand für verschwundene Frachtpapiere

Das verschleppt Fehler direkt an den Anfang der Prozesskette.

Empfehlung:

Bestimmen Sie pro Schicht feste, geschulte Ansprechpartner, die exklusiv für die Materialannahme verantwortlich sind.

Führen Sie eine verbindliche Routine ein (Sichtprüfung, Mengenabgleich, Dokumentation), die zwingend abgearbeitet werden muss, bevor Frachtpapiere abgezeichnet werden.

13. Sicherheitsbestände gezielt statt pauschal festlegen

Das Problem in der Praxis:

Oft wird aus Unsicherheit ein pauschaler Puffer für das gesamte Sortiment festgelegt. Ob es sich um kritische Produktionsgüter oder schnell beschaffbare Standardartikel handelt, bleibt dabei unberücksichtigt.

Warum das wichtig ist:

Eine pauschale Absicherung führt häufig zu:

  • massiver Kapitalbindung durch künstlich aufgeblähte Bestände bei C-Teilen
  • überraschenden Engpässen bei wirklich kritischen Artikeln mit schwankender Nachfrage
  • Platzmangel im Lager, da die Flächen durch unnötiges Sicherheitskapital blockiert werden

Das treibt die Kosten der Lagerhaltung in die Höhe, ohne die tatsächliche Lieferfähigkeit abzusichern.

Empfehlung:

Bestimmen Sie Sicherheitsbestände differenziert auf Basis einer kombinierten ABC-/XYZ-Analyse.

Berechnen Sie die Puffer individuell anhand echter Vorlaufzeiten, Verbrauchsschwankungen und dem geforderten Servicegrad.

Hinterlegen Sie diese Parameter zur automatischen Steuerung direkt in Ihrem ERP-System.

14. Überbestände vermeiden und Lagerbestand optimieren

Das Problem in der Praxis:

Um vermeintlich günstige Staffelpreise zu nutzen oder Rüstzeiten in der Produktion zu sparen, werden oft riesige Mengen geordert. Die Folge: Paletten stapeln sich bis unter die Decke, obwohl der tatsächliche Bedarf für die nächsten Monate viel geringer ist.

Warum das wichtig ist:

Ein unkontrollierter Aufbau von Überbeständen führt häufig zu:

  • enormer Kapitalbindung, die dem Unternehmen dringend benötigte Liquidität entzieht
  • einem drastisch erhöhten Risiko für Veralterung, Verderb oder spätere Verschrottung
  • akutem Platzmangel für aktuelle Schnelldreher, da die Lagerflächen schlichtweg blockiert sind

Das treibt die verdeckten Lagerkosten weit über die anfänglichen Einkaufsersparnisse hinaus. Hier helfen gezielt Maßnahmen, um die Lagerdauer zu senken.

Empfehlung:

Koppeln Sie Bestell- und Losgrößen konsequent an den realen Verbrauch und nicht an reine Mengenrabatte.

Hinterlegen Sie in Ihrem ERP-System strikte Mindest- und Maximalbestände, die das System bei Überschreitung blockiert oder warnt.

Nutzen Sie regelmäßige Reichweitenanalysen für die Optimierung des Lagerbestands, um schleichende Überbestände frühzeitig zu identifizieren und proaktiv abzubauen.

15. Nachschub in kleineren Mengen organisieren

Das Problem in der Praxis:

Um vermeintlich Fahrwege zu sparen, werden oft ganze Paletten oder volle Gitterboxen direkt an die Montage- oder Kommissionierplätze geliefert. Die Arbeitsbereiche sind dadurch permanent zugestellt und es fehlt der Platz für die eigentliche wertschöpfende Tätigkeit.

Warum das wichtig ist:

Ein großvolumiger, seltener Materialnachschub führt häufig zu:

  • massiver Platzverschwendung und Unübersichtlichkeit in den direkten Arbeitszonen
  • einer erhöhten Unfall- und Beschädigungsgefahr durch vollgestellte Laufwege
  • starren Abläufen, die bei kurzfristigen Auftragsänderungen enormen Umlagerungsaufwand erzeugen

Das blockiert die produktivsten Flächen im Unternehmen als unnötiges Zwischenlager.

Empfehlung:

Stellen Sie die Versorgung auf bedarfsgerechte, kleine Losgrößen um (KLT statt Palette).

Nutzen Sie getaktete Routenzüge (Milkruns) oder einfache Kanban-Systeme (Zwei-Behälter-Prinzip), um Material in höherer Frequenz bereitzustellen.

So bleiben die Arbeitsplätze sauber, ergonomisch und für spontane Wechsel jederzeit flexibel.

16. Anlieferungen und Abholungen besser takten

Das Problem in der Praxis:

Oft treffen Speditionen unkoordiniert und geballt zu bestimmten Stoßzeiten (meist am frühen Vormittag) ein. Lkw stauen sich auf dem Hof, die Rampen sind komplett überlastet, und wenige Stunden später stehen die Mitarbeitenden plötzlich ohne Arbeit da.

Warum das wichtig ist:

Eine ungesteuerte Hoflogistik führt häufig zu:

  • teuren Standgeldern und Nachforderungen durch wartende Speditionen
  • extremen Lastspitzen, die das Personal überlasten und Fehler provozieren
  • unproduktiven Leerlaufzeiten in den ungeplanten Randstunden

Das macht eine effiziente, wirtschaftlich sinnvolle Schicht- und Personalplanung nahezu unmöglich.

Empfehlung:

Führen Sie ein verbindliches, digitales Zeitfenstermanagement (Slot-Booking) für alle externen Frachtführer ein.

Vergeben Sie die Anliefer- und Abholfenster exakt passend zu Ihren verfügbaren Rampenkapazitäten und der aktuellen Personalstärke.

Glätten Sie so gezielt die Lastspitzen über den gesamten Arbeitstag und sorgen Sie für einen kontinuierlichen, stressfreien Abfluss an den Toren.

17. Mindestbestände und Nachbestellpunkte definieren

Das Problem in der Praxis:

Oft wird Material erst dann nachbestellt, wenn das Regal bereits leer ist oder ein Mitarbeiter zufällig den Schwund bemerkt. Die Bedarfsplanung basiert auf dem Bauchgefühl statt auf belastbaren Systemdaten.

Warum das wichtig ist:

Ein fehlendes systematisches Bestellwesen führt häufig zu:

  • teuren Produktionsstillständen oder Lieferausfällen durch akuten Materialmangel
  • hohen Sonderkosten für ungeplante, eilige Express- und Kurierfahrten
  • vermeidbarem Stress und zeitaufwändigen Feuerwehraktionen im Einkauf

Das unterbricht die Wertschöpfungskette und zwingt das Unternehmen in einen ständigen Reaktionsmodus.

Empfehlung:

Berechnen Sie Nachbestellpunkte (Meldebestände) präzise auf Basis des durchschnittlichen Tagesverbrauchs und der realen Wiederbeschaffungszeiten.

Hinterlegen Sie diese Grenzwerte sowie die eisernen Mindestbestände zwingend in Ihrem ERP- oder WMS-System.

Nutzen Sie automatisierte Warnmeldungen oder Bestellvorschläge des Systems, sobald der Meldebestand erreicht ist, um rechtzeitig und völlig stressfrei nachzusteuern.

18. Lagerregeln und Standards sichtbar machen

Das Problem in der Praxis:

Neue Mitarbeitende werden oft nur kurz auf Zuruf eingearbeitet, während langjährige Kollegen nach dem Prinzip „Das haben wir schon immer so gemacht“ vorgehen. Verbindliche Prozessbeschreibungen oder Sicherheitsvorgaben fehlen auf der Fläche völlig oder verstauben unlesbar in dicken Aktenordnern im Büro.

Warum das wichtig ist:

Eine fehlende visuelle Prozessführung führt häufig zu:

  • einer hohen Fehlerquote, da jeder Mitarbeiter Aufgaben leicht abweichend ausführt
  • extrem langen Einarbeitungszeiten für neue Fachkräfte oder temporäres Saisonpersonal
  • vermeidbaren Unfällen und Schäden, weil Sicherheitsregeln im Alltag schlicht vergessen werden

Das zementiert ineffiziente Gewohnheiten und macht eine kontinuierliche, messbare Prozessverbesserung unmöglich.

Empfehlung:

Etablieren Sie ein konsequentes Visual Management (beispielsweise angelehnt an die 5S-Methode) direkt auf der Lagerfläche.

Nutzen Sie gut sichtbare, leicht verständliche Aushänge, bebilderte Kurzanleitungen für Kernprozesse (One-Pager) und farbige Bodenmarkierungen.

Sorgen Sie dafür, dass Ordnung, Sauberkeit und die richtigen Arbeitsabläufe für jeden - auch ohne langes Nachfragen oder Sprachkenntnisse - sofort erkennbar sind.

19. Mitarbeitende aktiv einbinden

Das Problem in der Praxis:

Neue Prozesse, Layouts oder IT-Systeme werden oft „am grünen Tisch“ auf Management-Ebene geplant und dem Lagerpersonal als Entscheidung mitgeteilt. Die Mitarbeitenden, die diese Abläufe täglich ausführen müssen, werden vorab oftmals nicht nach ihren Erfahrungen oder den echten Hürden im Schichtalltag gefragt.

Warum das wichtig ist:

Ein fehlender Einbezug der Belegschaft führt häufig zu:

  • teuren Fehlplanungen, weil praktische Details (wie zu enge Kurven für Stapler oder unhandliche Scanner) völlig übersehen werden
  • einer geringen Akzeptanz der neuen Vorgaben und dem sofortigen Entstehen von unkontrollierten Schattenprozessen
  • hoher Frustration und Fluktuation, da sich das operative Fachpersonal nicht gehört und wertgeschätzt fühlt

Das lässt selbst die bestgemeinten und teuersten Optimierungsprojekte in der Realität oft krachend scheitern.

Empfehlung:

Binden Sie das Lagerpersonal von Tag eins an in die Prozessgestaltung und Systemauswahl ein.

Führen Sie regelmäßige, kurze Shopfloor-Meetings (z. B. 10 Minuten am Schichtbeginn) direkt auf der Fläche durch, um aktuelle Störgrößen transparent zu machen.

Etablieren Sie einen unbürokratischen Verbesserungsprozess (KVP), bei dem gute Ideen aus der Praxis schnell, sichtbar und wertschätzend umgesetzt werden.

20. Kennzahlen regelmäßig auswerten

Das Problem in der Praxis:

Oft sammeln ERP- und WMS-Systeme zwar riesige Datenmengen, doch im operativen Alltag werden sie zu wenig aktiv genutzt. Dieses Vorgehen führt dazu, dass Entscheidungen tendenziell aus dem Bauch heraus getroffen werden. Gleichsam sollten Berichte nicht nur einmal im Quartal für die Geschäftsführung aufbereitet werden; denn für dringende Anpassungen und Reaktionen im Tagesgeschäft ist es zum Vorlagezeitpunkt möglicherweise längst zu spät.

Warum das wichtig ist:

Ein fehlendes, regelmäßiges Controlling führt häufig zu:

  • einem monatelangen Blindflug, bei dem schleichende Ineffizienzen komplett unbemerkt bleiben
  • verspäteten Reaktionen auf akute Engpässe, etwa wenn die Pickleistung einbricht oder Fehlerquoten steigen
  • Stillstand in der Prozessoptimierung, da ohne messbare Ausgangsbasis keine Erfolge nachgewiesen werden können

Das verhindert eine vorausschauende Steuerung und zwingt das Management in eine rein reaktive Rolle.

Empfehlung:

Definieren Sie drei bis fünf praxisnahe Kernkennzahlen (z. B. Picks pro Stunde, Fehlbuchungsquote, Durchlaufzeit), die Sie konsequent tracken.

Visualisieren Sie diese Daten tagesaktuell und für alle leicht verständlich auf einem Shopfloor-Board direkt auf der Lagerfläche.

Werten Sie die Zahlen in kurzen, wöchentlichen oder sogar täglichen Zyklen im Team aus, um bei negativen Abweichungen sofort mit gezielten Maßnahmen gegensteuern zu können.

21. Digitalisierung gezielt einsetzen

Das Problem in der Praxis:

Oft wird teure Software eingeführt, aber in der Halle existieren weiterhin Parallelprozesse, wie das Anlegen oder Ausdrucken zusätzlicher Excel-Listen. Das neue System passt vielleicht nicht zum realen Ablauf, ist viel zu kompliziert zu bedienen oder es fehlen wichtige Schnittstellen, sodass Daten mühsam und fehleranfällig doppelt gepflegt werden müssen. Auch kann es sein, dass wichtige Bedienerschulungen nicht budgetiert oder gar vergessen wurden.

Warum das wichtig ist:

Eine unstrukturierte oder erzwungene IT-Einführung führt häufig zu:

  • teuren Schattenprozessen, bei denen das neue System und die alte Zettelwirtschaft parallel existieren
  • einer drastisch sinkenden Datenqualität durch händische Nachträge und Medienbrüche
  • hoher Frustration beim Personal und einer extrem niedrigen Nutzerakzeptanz

Das verbrennt wertvolles Investitionsbudget und macht die Abläufe im Alltag oft komplizierter und langsamer statt schneller.

Empfehlung:

Digitalisieren Sie niemals einen ineffizienten Prozess. Räumen Sie zuerst die physischen Abläufe auf und definieren Sie klare Standards, bevor Sie über Software nachdenken.

Führen Sie pragmatische, bedienerfreundliche Tools (wie einfache Handscanner oder geführte Dialoge am Bildschirm) ein, die genau Ihren tatsächlichen Bedarf abdecken, und schulen Sie die Endanwender intensiv am echten Arbeitsplatz.

22. Erst Lagerprozesse optimieren, dann automatisieren

Das Problem in der Praxis:

Oft erhoffen sich Unternehmen von teuren Automatisierungslösungen, wie Fördertechnik oder Robotik, ein schnelles Heilmittel für ihr bestehendes Lagerchaos. Teure Anlagen werden direkt in Hallen integriert, in denen die grundlegenden Arbeitsabläufe nicht standardisiert, unaufgeräumt oder von Grund auf ineffizient sind.

Warum das wichtig ist:

Eine verfrühte Automatisierung fehlerhafter oder chaotischer Abläufe stört die Optimierung der Lagerprozesse und führt häufig zu:

  • der schlichten Beschleunigung von ohnehin schlechten und verschwenderischen Prozessen
  • extremen Integrationskosten und ständigen technischen Störungen im Gesamtsystem
  • starren Strukturen, die sich bei kurzfristigen Sortiments- oder Auftragswechseln kaum noch anpassen lassen

Das verbrennt massiv Investitionskapital, zementiert schlechte Gewohnheiten in Software und Hardware und verhindert den erhofften Return on Investment (ROI).

Empfehlung:

Bereinigen und standardisieren Sie zunächst zwingend alle physischen und manuellen Abläufe nach Lean-Prinzipien, um Lagerprozesse effizient zu gestalten. Eliminieren Sie Laufwege, definieren Sie klare Regeln und schaffen Sie eine saubere Datenbasis.

Erst wenn der manuelle Prozess absolut reibungslos, effizient und stabil funktioniert, sollten Sie passgenaue Automatisierungstechnologien auswählen, um diesen optimierten Zustand technisch zu unterstützen und zu skalieren.

23. Externe Lagerkapazitäten bewusst einplanen

Das Problem in der Praxis:

Wenn das eigene Lager aus allen Nähten platzt, etwa durch saisonale Spitzen, plötzliches Wachstum oder große Zukäufe, wird oft erst im letzten Moment reagiert. Ware wird provisorisch in die Gänge gestellt oder es werden unter Zeitdruck externe Flächen zu völlig überhöhten Preisen angemietet. Die logistische Abstimmung zwischen Haupt- und Außenlager erfolgt dann meist unkoordiniert und improvisiert.

Warum das wichtig ist:

Eine ungeplante und überstürzte Auslagerung von Beständen führt häufig zu:

  • massiven Zusatzkosten für teure Ad-hoc-Anmietungen und ständige, ineffiziente Pendelfahrten
  • völliger Intransparenz, da externe Läger in der Eile oft nicht sauber an das eigene IT-System angebunden werden
  • langen Verzögerungen im Tagesgeschäft, wenn dringend benötigte Ware erst mühsam aus dem Außenlager herangeschafft werden muss

Das treibt die gesamten Logistikkosten unnötig in die Höhe und gefährdet die reibungslose Lieferfähigkeit.

Empfehlung:

Planen Sie externe Flächen frühzeitig als strategischen Puffer ein, bevor im eigenen Haus akuter Platzmangel entsteht.

Lagern Sie gezielt nur unkritische C-Artikel oder große Saisonbestände aus. Schnelldreher und Material für das Kerngeschäft bleiben zwingend im Hauptlager.

Binden Sie angemietete Flächen oder Dienstleister nahtlos an Ihr WMS- oder ERP-System an, um jederzeit die volle Bestandstransparenz zu behalten.

24. Sicherheits- und Ergonomiethemen mitdenken

Das Problem in der Praxis:

Arbeitssicherheit und Ergonomie werden im stressigen Alltag oft als lästige Pflichtübung betrachtet und dem reinen Tempo untergeordnet. Schwere Artikel liegen unzugänglich ganz unten oder oben im Regal, die Hallenbeleuchtung ist mangelhaft und ergonomische Hebehilfen fehlen komplett oder werden aus Zeitdruck ignoriert.

Warum das wichtig ist:

Die Vernachlässigung von Gesundheit und Sicherheit führt häufig zu:

  • dauerhaft hohen Krankenständen und langfristigem körperlichen Verschleiß der Belegschaft
  • einem akut erhöhten Unfallrisiko durch falsches Heben, mangelndes Licht oder Stolperfallen
  • sinkender Motivation und einer wachsenden Fluktuation beim ohnehin knappen Fachpersonal

Das gefährdet nicht nur die Gesundheit des Teams, sondern verursacht auch enorme Ausfallkosten und bremst die Produktivität massiv aus.

Empfehlung:

Lagern Sie schwere und häufig benötigte Artikel konsequent auf ergonomischer Greifhöhe (zwischen Hüfte und Schulter).

Stellen Sie intuitive Hebehilfen, Anti-Ermüdungsmatten an Steharbeitsplätzen und eine helle, blendfreie Beleuchtung zur Verfügung.

Integrieren Sie zudem kurze, praxisnahe Sicherheits- und Ergonomieunterweisungen als feste Routine in den Arbeitsalltag.

Fazit: Lager optimieren

Eine erfolgreiche Lageroptimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der mit kleinen, aber konsequenten Schritten beginnt. 

Unser persönlicher Ratschlag für die Praxis: Versuchen Sie nicht, alles auf einmal umzukrempeln, sondern konzentrieren Sie sich zunächst auf die offensichtlichsten Engpässe. Lager aufräumen und die Basis ordnen, sowie klare Standards etablieren, sollte im Fokus stehen, bevor Sie über teure Software oder Automatisierung nachdenken.

Oft bewirken schon einfache Anpassungen bei der Wegeführung oder den Stellplätzen eine enorme Erleichterung im Arbeitsalltag und schaffen spürbar mehr Kapazität. 

Wenn Sie das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten, oder eine neutrale Perspektive von außen benötigen, um die versteckten Potenziale in Ihrer Logistik aufzudecken, kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu. Lassen Sie uns unverbindlich darüber sprechen, wie wir Ihr Lager gemeinsam effizienter, stressfreier und zukunftsfähiger aufstellen können.

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